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In Deutschland wird am 21 Mai 1935 die allgemeine Wehrpflicht wieder eingesetzt und am 07 März 1936 wird das seit 1919 entmilitarisierte Rheinland von deutschen Truppen besetzt. Nun werden überall in Deutschland neue Kasernen gebaut, so auch in Wuppertal.

Schon 1935 schickt die Wehrmacht einige Vermessungstrupps nach Wuppertal um geeignete Grundstücke für neue Kasernen zu finden.

Am 17 Oktober 1936 schließt die Wehrmacht mit der Stadt Wuppertal einen Garnisionsvertrag ab. Gemäß diesem Vertrag werden erste Bauplanungen durchgeführt. Im gleichen Jahr wird die Villa Braus an der Parkstrasse in W.- Ronsdorf enteignet, da das Gebäude auf dem Künftigen Gelände der Waldkaserne II liegt. Später wird die Villa als Offizierskasino genutzt.

 In den Jahren 1936 bis 1938 werden auf den Wuppertaler Südhöhen vier neue Kasernen gebaut. Erst die Sagan - und Saarburg Kaserne  am Freudenberg in W.- Elberfeld und später die Colmar- Kaserne am Rand der Barmer Anlagen und im August 1937 die Waldkaserne II , die 1941 Diedenhofen- Kaserne umbenannt wird,  am Schapenacker Busch in W.- Ronsdorf.

1937 wird im Schapenacker Busch ein Standorttruppenübungsplatz errichtet. Dieses Gelände umfasst ca. 240 ha. Wald und Wiesenfläche. Um diesen  Übungsplatz einzurichten wurde dem Ronsdorfer Verschönerungsverein der nördliche Teil seiner Fläche enteignet und eine Entschädigung von rund 93.000 RM gezahlt. Landwirtschaftliche Betriebe werden umgesiedelt und ebenfalls Entschädigt.

Am 15 März 1938 zieht unter reger teilnahme der Wuppertaler Bevölkerung der Regimentsstab und die II Abteilung des Artillerie Regiments 76 in ihr neues Quartier in die Saarburg - Kaserne ein. Am 15 Mai 1938 folgt die I Abteilung Art. Reg. 76 in die Sagan- Kaserne.

 Im September 1938 wird Richtfest in der Waldkaserne II gefeiert und am 26 Februar 1939 übernimmt die I Abteilung des Kradschützenregiment 4 unter der Führung von Oberstleutnant Versen die Kaserne.

An 10 November 1938 wird in Wuppertal die 1. leichte Division aufgestellt, zu der auch das Artillerie Regiment 76 gehört. Der erste Kommandeur der 1 leichten Division ist Generalleutnant Erich Hoepner ( später Generaloberst und Ritterkreuzträger.)

Am 18. Oktober 1939 wird die Division in 6 Panzer- Division umgegliedert.

Während des Krieges wird in der Sagan- Kaserne für das Artillerie Regiment 76 der Ersatz für die I Artillerie- Ersatz- Abteilung ( mot.) 76 ausgebildet. Es werden Fahrlehrerlehrgänge in der Zugkraftwagen- Geländeschule auf dem Übungsgelände Schapenacker- Busch durchgeführt.

 Im April 1945 werden die Kasernen auf den Südhöhen in Wuppertal geräumt und am 16. April 1945 wird die Stadt kampflos an die Amerikaner übergeben.

 Knapp zwei Monate später , am 14 Juni 1945 lösen die Briten die Amerikaner ab und besetzen die Kasernen auf den Südhöhen.

Die Kasernen werden umbenannt.

Die Colmar-Kaserne wird in Harding- Barracks umgetauft, die Sagan- Kaserne heißt nun Anglesy- Barracks und die Saarburg- Kaserne am Freudenberg wird in Bango- Barracks umbenannt. Für die britischen Offiziere werden ca. 100 Wohnhäuser in W.- Ronsdorf beschlagnahmt.

Der Sitz der britischen Militär Regierung wird zunächst im unzerstörten Westflügel des Barmer Rathauses untergebracht.

Ende April 1946 wird in der Diedenhofen- Kaserne ein modernes Krankenhaus eingerichtet mit dem Namen " Deutsches Lazarett Wuppertal- Ronsdorf ". Aber am 31 Juli 1951 wird die Diedenhofen- Kaserne von den Briten beschlagnahmt um sie für eigene zwecke zu nutzen. Am 1 September 1951 wird das Krankenhaus mit 750 Betten aufgelöst und die Kaserne in Keightley- Barracks umbenannt. 

Am 1 Oktober 1957 wird die Diedenhofen- Kaserne an die Bundeswehr übergeben. Im gleichen Jahr wird die Schießanlage für Langwaffen im Osten des Schapenacker Buschs, die von den Briten zum Übungsschießen genutzt wurde, endgültig geschlossen.

Die Saarburg- Kaserne wird nach 1957 wieder an die Bundeswehr übergeben. 1969 wird die Kaserne  zur ehren Hoepners in Generaloberst Hoepner- Kaserne ( alt ) umbenannt. In der benachbarten Sagan- Kaserne wurde später das Fernmelde- Bataillion 810 stationiert.

Beide Kasernen werden 1993 von der Bundeswehr aufgegeben. Die Sagan- Kaserne wird von der Firma Delphi übernommen, ein Teil der Anlage wird Abgerissen und mit einem modernen Geschäftsgebäude bebaut. Die Mannschaftsgebäude werden zum teil renoviert und seit 1998 vom Technologiezentrum W- Tec , Delphi und einer Anzahl kleinerer Unternehmen als Bürogebäue genutzt.

Nach der Renovierung der Saarburg- Kaserne befindet sich heute der Campus der Uni Wuppertal in den Gebäuden.

 Die Colmar- Kaserne ist bis 1968 in britischer Hand, danach wird sie an die Bundeswehr übergeben. Seit dem 1 Oktober 1981 bis 1993 ist das Raketenartillerie Bataillon 72 dort stationiert. Am 12 Mai 1981 wurde  die Panzerjägerkompanie 200 aus Hemer nach Wuppertal in die Colmar- Kaserne verlegt und blieb dort 11 Jahre lang, 1992 kehrt die Kompanie an ihren alten Standort zurück. Auch die benachbarte Diedenhofen - Kaserne ging 1968 an die Bundeswehr über, hier wurde 1970 das Flugabwehr Bataillon 110 aufgestellt. Ab 1980 wurde das Bataillion zum Flak Regiment 100 aufgewertet und mit modernen Flugabwehrraketenpanzern " ROLAND " ausgerüstet.

Nachdem Sagan- und Saarburg- Kaserne aufgegeben wurden werden Colmar- und Diedenhofen- Kaserne im gleichen Jahr zusammengelegt.   Ab 1997 werden die beiden Kasernen in Generaloberst Hoepner- Kaserne ( neu) umbenannt. Bis auch 2004 diese letzte Wuppertaler Kaserne geschlossen wird.

Nun stehen 400.000 m² Fläche zur Verfügung die wie folgt genutzt werden sollen:

140.000 m² Gewerbe

 50.000 m² Industrie

 30.000 m² Mischfläche

 40.000 m² Wohnhäuser

140.000 m²Grün- und Verkehrsfläche

Die Mannschaftgebäude sollen unter Denkmalschutz gestellt und in das Projekt einbezogen werden.

Es soll im Jahr 2008  beginnen.

Stand Herbst 2007

 

  

 

 

 

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